Knapp sechs Jahre nach dem US-Einmarsch im Irak hat die irakische Regierung die Kontrolle über das als "Grüne Zone" bekannte Regierungs- und Botschaftsviertel in Bagdad von der US-Armee übernommen. Die Iraker übernahmen zudem auch die Kontrolle über den Flughafen von Basra. Der irakische Ministerpräsident, Nuri al Maliki, sprach von einem "Tag der Souveränität" für das irakische Volk und erklärte den 1. Januar zum Nationalfeiertag. Die Machtübernahme über die "Grüne Zone" bedeute den Beginn eines Prozesses, in dem die Iraker "jeden Quadratzentimeter" ihres Landes wieder für sich einnehmen würden. Verteidigungsminister Abdel Kader Dschassem Mohammed, feierte die Übergabe als "Zeichen für die Verbesserung der Sicherheitslage".Die US-Armee muss künftig für jeden Militäreinsatz eine Erlaubnis beantragen und kann Verdächtige nur noch mit Zustimmung irakischer Richter festnehmen. Die irakische Justiz kann US-Soldaten künftig für Taten verfolgen, die außerhalb der US-Stützpunkte oder außer Dienst begangen werden.Mit dem Ablauf des seit Oktober 2003 geltenden UN-Mandats muss sich die US-Armee vollständig aus der "Grünen Zone" zurückziehen. Auf Grundlage im vergangenen November geschlossener Verträge bleiben jedoch weiterhin 146.000 US-Soldaten im Irak. Die US-Truppen sollen bis Ende 2011 vollständig abziehen.